Weiße Ware, Traktorkabinen und Trailer hochwertig verkleben, abdichten oder dämmen 

Auf der Bondexpo stellte SCA moderne Klebe- und Dosiertechnik für die unterschiedlichsten Anwendungen vor: von Schallisolierungen in Form von spritzbaren Dämmmassen bis hin zum Kleben und Abdichten von Traktorkabinen oder Wohnmobilen.

Um neue Branchen anzusprechen, präsentierte sich die SCA Schucker GmbH & Co. KG im Oktober erstmals auf der Fachmesse Bondexpo in Stuttgart. SCA versteht sich als Komplettanbieter in der Klebe- und Dosiertechnik. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt von Bretten aus weltweit innovative Klebesysteme und hochpräzise Dosiertechnologie. "Früher kamen unsere Kunden vor allem aus der Automobilindustrie", sagte Oskar Sörensson, Geschäftsbereichsleiter General Industry. "In diese Branche liefern wir im Wesentlichen automatisierte Systeme und ganze Anlagen für den Rohbau, für Lackierstraßen oder die Endmontage." Mit SCA-Technik werden im Automobilbau zum Beispiel Motorhauben konstruktiv verstärkt, Unterbodenschutz und Dämmungsmassen aufgetragen oder Scheiben eingesetzt. Auch bei den Zulieferern sei man stark vertreten; diese Betriebe würden zum Beispiel Karosserie- und Anbauteile verkleben.

Spritzbare Dämmung als Schallisolierung

Doch auch in anderen Industriebereichen bestehe viel Potenzial, strich Sörensson heraus: Anwendungsmöglichkeiten in der Allgemeinen Industrie sieht er etwa im Bereich der Weißen Ware (Haushaltsgeräte), wo Backofenscheiben und andere Komponenten eingeklebt oder die Geräte gedämmt werden müssen. "Mit unserer Technik können Anwender moderne Schallisolierungen in Form von spritzbaren Dämmmassen schnell und präzise auftragen", versicherte Oskar Sörensson. Diese Applikation sei zudem preisgünstiger als eingelegte Bitumenmatten - die klassische Variante der Dämmtechnik; Geräusch- und Vibrationslevel blieben dabei minimal.

Lärm und Vibrationen in Fahrerkabinen verringern

Weitere Anwendungen liegen im Traktoren-, Trailer- und Wohnwagenbau: Die Klebe- und Dämmtechnik muss für diese Einsatzzwecke hohen Belastungen im Dauereinsatz widerstehen, zum Beispiel in Fahrerkabinen Lärm und Vibrationen verringern oder Feuchtigkeit dauerhaft abhalten. Die Losgrößen seien hier meistens deutlich kleiner als in der Automobil-Großserienfertigung. "Wir entwickeln deshalb jetzt verstärkt auch Systeme für den manuellen Auftrag von Kleb- und Dichtstoffen und für kleinere Materialmengen", hob Sörensson hervor.

Entsprechende Lösungen zeigte SCA auf der Messe, um neue Kundenkreise und Branchen anzusprechen. "Auch wer ganz neu in die Klebetechnik einsteigen will, findet bei uns die passenden Systeme und Gerätschaften", betonte der SCA-Manager. Dazu gehört unter anderem ein Einstiegssystem für manuellen Klebstoffauftrag, das die Qualität bei einfachen Anwendungen steigern kann und den Ausschuss verringert. Ebenfalls im Programm: eine komplett ausgestattete Kompaktzelle mit Fasspumpe, Dosierer, Steuerung, Roboter und optional Vision-System für automatisierte Applikationen etwa bei Automobil-Zulieferern.

SCA hat den Umsatz binnen drei Jahren - seit der Übernahme durch Atlas Copco 2011 - verdoppelt und ist auf weiteres Wachstum eingestellt. "Wir werden unser Geschäft in zahlreiche Branchen ausweiten, in denen wir bis vor Kurzem noch gar nicht tätig waren", kündigte Oskar Sörensson an. Bis 2016 soll die SCA-Belegschaft von derzeit rund 450 Mitarbeitern - davon etwa 300 in Bretten - auf insgesamt über 600 Mitarbeiter anwachsen. Gesucht werden Konstrukteure, Maschinenbauer und Techniker.

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