Umsatz in drei Jahren verdoppelt

Seit der Übernahme durch Atlas Copco hat der Klebe- und Dosiertechnik-Spezialist SCA seinen Umsatz verdoppelt. Das Unternehmen will weiter wachsen und in den nächsten Jahren vor allem Märkte jenseits der Automobilindustrie erschließen. Mit neuen Entwicklungen soll Anwendern der Einstieg in die Klebetechnik erleichtert werden. In diesem Jahr wird der Standort Bretten erweitert.

"Wir haben unseren Umsatz seit der Übernahme durch Atlas Copco vor fast genau drei Jahren verdoppelt", sagte Berthold Peters, Geschäftsführer des Klebe- und Dosiertechnikspezialisten SCA Schucker GmbH & Co. KG mit Sitz in Bretten Ende Juni vor Journalisten. "Wir sind auf weiteres Wachstum eingestellt und werden unser Geschäft in zahlreiche Branchen ausweiten, in denen wir bis vor Kurzem noch gar nicht tätig waren", kündigte Peters an: Bis 2016 solle die SCA-Belegschaft um 170 neue Mitarbeiter zulegen. Momentan sind bei SCA weltweit rund 450 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 300 in Bretten. Gesucht werden Konstrukteure, Maschinenbauer und Techniker.

Verstärkte Entwicklung von Einstiegslösungen

SCA versteht sich als Komplettanbieter in der Klebetechnik. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt von Bretten aus innovative Klebesysteme und hochpräzise Dosiertechnologie und ist inzwischen in 27 Ländern vertreten. "Früher kamen unsere Kunden vor allem aus der Automobilindustrie, an die wir im Wesentlichen automatisierte Systeme und ganze Anlagen für den Rohbau, Lackierstraßen oder die Endmontage geliefert haben. Nun entwickeln wir verstärkt auch Systeme für den manuellen Auftrag von Kleb- und Dichtstoffen und für kleinere Materialmengen", sagte Peters. Dafür stünden SCA am badischen Standort über 60 Entwickler zur Verfügung. "Die Botschaft lautet: Auch wer ganz neu in die Klebetechnik einsteigen will, findet bei uns die passenden Systeme und Gerätschaften", erläuterte der SCA-Manager. Dazu gehörten unter anderem kleine Kompaktzellen, die mit Fasspumpe, Dosierer, Steuerung, Roboter und Vision-System komplett ausgestattet sind, sowie ein Einstiegssystem für manuellen Klebstoffauftrag, das die Qualität bei einfachen Anwendungen steigern kann und den Ausschuss verringert. ((Hierzu gibt es separate Presseinformationen.))

Mit SCA-Technik werden zum Beispiel im Automobilbau Motorhauben konstruktiv verstärkt, Unterbodenschutz und Dämmungsmassen aufgetragen oder Scheiben eingesetzt. Anwendungsmöglichkeiten in der Allgemeinen Industrie finden sich etwa im Bereich Haushaltsgeräte, wo Backofenscheiben eingeklebt oder Kühlschrankgehäuse gedämmt werden müssen, im Trailer- oder Wohnwagenbau oder bei Erneuerbaren Energien.

3000 Quadratmeter mehr in Bretten

SCA-Chef Peters kündigte auch eine räumliche Erweiterung des Standortes Bretten an. So solle bis Ende 2015 ein zusätzliches Gebäude mit 3000 Quadratmetern Fläche eröffnet werden. Darin werde vor allem eine neue Kundenwelt mit Roboterplätzen errichtet: ein Ausstellungsraum mit modernen SCA-Klebesystemen. Hinzu kommen ein sogenanntes "Excellence-Center", in dem fundiertes Wissen zu Füge- und Applikationstechniken vermittelt werden soll, sowie Büroflächen, Sozialräume und ein Kulinarium. Auch die Logistikhalle und das Außengelände werden modernisiert und erweitert.

Um neue Branchen anzusprechen, wird SCA vom 6. bis 9. Oktober 2014 erstmals als Aussteller der Klebetechnik-Fachmesse Bond-Expo in Stuttgart vertreten sein (Halle 7, Stand 7521).

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