Schnell und präzise kleben mit neuem Mischsystem

SCA hat ein sehr präzises Mischsystem neu im Programm, das sich für Klebeanwendungen mit zwei Komponenten eignet. Es zeichnet sich durch kurze Schaltzeiten aus, so dass Aussparungen im Klebeprozess ohne Taktzeitverluste möglich sind.

Der Klebe- und Dosiertechnikspezialist SCA Schucker GmbH & Co. KG hat auf seinen Infotagen Klebetechnik Ende Juni eine Zwei-Komponenten-Anwendung für Klebstoffapplikationen vorgestellt, bei denen es auf die sehr präzise Mischung der beiden Materialien und kurze Schaltzeiten ankommt. Das System besteht aus einer Doppelfasspumpe für ein hochviskoses Material sowie einem Vorratsbehälter mit Zahnradpumpe für die zweite Komponente, ein niedrigviskoses Material. Beide sind mit elektrischen Dosiereinheiten (ADKE 5000), ASC-5000-Steuerung und statischem Mischer ausgestattet. Anwender erzielen mit diesem System bei 2-K-Anwendungen hohe Prozessgenauigkeiten, weil die Volumenströme und das Mischungsverhältnis der beiden Komponenten akkurat überwacht werden. Der Einwegmischer vor dem Auftragskopf ist so konzipiert, dass er bei vorzeitigem Aushärten sehr einfach ersetzt werden kann.

Das Highlight dieser Anlage ist ein 2-K-Mischerverschluss, der sehr schnelle Schaltzeiten der Ventile erlaubt. "Es gibt viele Anwendungen, bei denen der Kleb- oder Dichtstoff diskontinuierlich auf ein Bauteil aufgebracht werden muss", erklärt Oskar Sörensson, Geschäftsbereichsleiter Allgemeine Industrie. "Beim Ziehen der Nähte muss man dann den Materialfluss sehr schnell stoppen und nach der auszusparenden Stelle wieder anfahren können." Eine normale speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) sei dafür manchmal zu langsam. "An den Dosierern auf dem Roboter sitzen daher zwei Steuerungseinheiten", führt Sörensson weiter aus. "Sie kommunizieren mit der übergeordneten ASC-5000-Steuerung und können so die kurzen Schaltzeiten umsetzen."

Jedes Ventil verfügt außerdem über eine analoge Nadelabfrage, wodurch eine sehr hohe Prozessfähigkeit erzielt wird. Diese Spindel im Mischer wird von SCA jeweils individuell auf die Anwendung - sprich: die beiden Klebstoffkomponenten - hin ausgelegt.

SCA bietet außerdem die Möglichkeit, die Temperatur des Materials mit einem sogenannten Peltier-Element zu regeln - es also zu erhitzen oder zu kühlen, um die für den jeweiligen Prozess beste Viskosität zu erzielen.

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