SCA setzt Trends im Karosseriebau 

Vom 14. bis 17. Oktober finden beim Klebetechnik-Spezialisten SCA in Bretten die diesjährigen Informationstage für die Automobilindustrie statt. Planer und Anwendungstechniker können sich praxisnah zu aktuellen Trends im Karosseriebau informieren.

"Stützverklebungen bei weit über 100 Grad Celsius sind bislang in der Automobilindustrie überhaupt nicht gängig", erklärt Olaf Leonhardt, Geschäftsbereichsleiter Fahrzeugindustrie bei der SCA Schucker GmbH & Co. KG in Bretten. "Die Hersteller möchten aber gern größere Bauteile mit hochviskosen Materialien zum Beispiel bei 160 Grad Celsius verkleben. Deshalb haben wir dafür eine Lösung entwickelt, die wir auf unseren Kundentagen im Oktober erstmals der Öffentlichkeit vorstellen wollen."

Diese und andere neue Anwendungen für Klebe- und Dosiertechnik im Karosseriebau stehen im Mittelpunkt der SCA-Informationstage für die Automobilindustrie, die vom 14. bis 17. Oktober in Bretten stattfinden. SCA erwartet über 200 Besucher, insbesondere Planer und Anwendungstechniker, vorwiegend aus Mitteleuropa. Aber auch aus Asien und Amerika werden Interessenten anreisen.

Zu den weiteren Applikationen, die SCA an robotergestützten Stationen in seinem Innovation-Center zeigen wird, zählen Neuheiten für Bördelrand- und Strukturverklebungen. Bördelrandverklebungen, bei denen Bleche ineinander geschachtelt und verklebt werden, machen einen Großteil der Anwendungen im Rohbau aus. Im Oktober wird SCA erstmals zeigen, welche Vorteile das von ihnen entwickelte Elektro-Swirl-Verfahren - bei dem der Klebstoff in einer Kreiselbewegung aufgetragen wird - bei dieser Applikation hat. "Mit dem Verfahren können die Automobilhersteller ihr Prozessfenster vergrößern und die Qualität steigern", sagt Olaf Leonhardt.

Schnelle Datenverarbeitung und integrierte Qualitätskontrolle

Bei speziellen Strukturverklebungen wiederum, wie an Fensterschächten oder bei kleinen Flanschen, müssten sehr kleine Klebstoffmengen in höchster Präzision aufgebracht werden. Da gehe es häufig um Kleberaupen von nur einem oder zwei Millimetern Durchmesser. "Wir werden unseren Besuchern live vorführen, wie sich dieser Prozess per Roboter automatisch mit superschneller Datenverarbeitung und integrierter Qualitätskontrolle umsetzen lässt", gibt Leonhardt einen Ausblick.

Neben diesen praxisnahen Präsentationen stehen Neuerungen im Bereich der Software - speziell zur Fehlerfrüherkennung und Qualitätssicherung - sowie einige Fachvorträge auf dem Programm. So berichten Partnerunternehmen zum Beispiel über erweiterte Möglichkeiten durch eine 3-D-Visualisierung oder über den Einsatz und die Vorteile spezieller Kleb- und Dichtstoffe.

Die Infotage im Oktober sind der Start einer Trilogie an Veranstaltungen für die Automobilindustrie, die sich Anfang 2015 fortsetzen wird. Nach der anwendungsorientierten ersten Einheit - die unter dem Motto "Vol. 1.0 Process Solutions" steht - folgen weitere Termine: im Januar zu Software-Lösungen sowie im März zum Service-Angebot.

Termine: 14. bis 17. Oktober 2014, jeweils 8.45 bis 15:15 Uhr.

Anmeldungen an: event@sca-solutions.com

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