Kostengünstige Automation für Kleinserien und Laboranwendungen

Die neuen LAB-Hochdruckpumpen-Stationen von SCA wurden für die Applikation kleinerer Mengen an Kleb- und Dichtstoffen entwickelt. Die Systeme machen Schluss mit Materialverschwendung und eignen sich unter anderem für Kleinserien im Agrarmaschinensektor oder für Testreihen an Prototypen in der Haushaltsgeräte- oder Automobilindustrie.

Der Klebe- und Dosiertechnikspezialist SCA Schucker GmbH & Co. KG präsentierte auf seinen Infotagen für die Allgemeine Industrie am 25. und 26. Juni in Bretten erstmals neue Hochdruckpumpen-Stationen für 310- und 1000-Milliliter-Kartuschen sowie für 5-Liter-Fässer. Diese LAB-Stationen sind mit dem pneumatischen Dosierer des Typs ADKP und der SYS-300-Steuerung von SCA ausgestattet, die mit dem Roboter kommuniziert und einen kontrollierten Klebstoffauftrag sicherstellt. Das System erlaubt mit seiner einfachen Dosiertechnik Anwendern den ersten Schritt in die Klebetechnik, wobei die Qualität deutlich höher ist als bei rein manuellen Systemen.

"Wir haben die Serie der LAB-Stationen eigens für die wachsende Nachfrage nach Lösungen zur Applikation kleinerer Mengen an Kleb- und Dichtstoffen entwickelt, wie sie bei Laboranwendungen oder für Kleinserien üblich sind", erklärte Oskar Sörensson, Geschäftsbereichsleiter Allgemeine Industrie bei SCA, auf den Infotagen. Anwendungsmöglichkeiten fänden sich unter anderem im Agrarmaschinensektor, etwa beim Verkleben von Fahrzeugverkleidungen oder beim Abdichten von Maschinenteilen. Auch für Testreihen mit neuen Materialien oder Verfahren vor dem Beginn einer Serienfertigung eigneten sich die Systeme, etwa für den Prototypenbau bei Automobilherstellern. Der Vorteil liegt auf der Hand: Anwender brauchen ihre großen Systeme für den Test neuer Materialien oder neuer Bauteile nicht zu kontaminieren.

"Bei Anwendungen mit geringen Volumina wurde bisher fast immer Material verschwendet", führte Sörensson aus. "Denn für Tests oder Kleinserien wurden in der Regel große Fasspumpen mit Kleb- oder Dichtstoffen verwendet, obwohl nur kleine Mengen verarbeitet werden sollten." Ein nicht unerheblicher Teil des Materials musste anschließend häufig entsorgt werden, weil die Haltbarkeit mit der Zeit überschritten war. Die LAB-Stationen machen Schluss mit dieser Notwendigkeit: Mit den neuen Systemen wird die Verschwendung eingedämmt, womit die Materialkosten deutlich sinken.

Die LAB-Stationen fördern das Material mit Drücken von 60 bis 280 bar, womit sie sich für zahlreiche Anwendungen eignen. Die Durchflussrate beträgt bei diesen Systemen viskositätsabhängig bis zu 10 cm3 pro Sekunde. Gefördert wird das Material im Doppelhub von der Unterpumpe UP 10. Diese arbeitet nach dem Prinzip einer Schöpfkolbenpumpe und wirkt im Vor- und Rückhub. Die Stationen sind modular aufgebaut, so dass Anwender ganz einfach von kleineren Kartuschen auf größere Gebinde wechseln können, wenn sie größere Volumina verarbeiten müssen.

"Die Bedienung der kompletten LAB-Station mit den Unterpumpen vom Typ UP 10 ist sehr benutzerfreundlich und intuitiv konzipiert", versichert SCA-Manager Sörensson. "Dadurch kann das System schnell installiert und in Betrieb genommen werden. Außerdem muss das Personal nicht aufwendig geschult werden."

LAB-"Rucksacklösung"

SCA bietet in dieser Serie sowohl kalt arbeitende als auch beheizte Systeme an. Die auf bis zu 80 °C vorheizbaren Stationen werden für Materialien mit höherer Viskosität empfohlen. Das Programm umfasst außerdem ein sogenanntes "Rucksack"-System: Anwender können bei diesem System die Materialversorgung mit einer 310-Milliliter-Kartusche direkt auf eine vorhandene Anlage montieren, zum Beispiel einen Roboter. "Diese Vorgehensweise ist recht üblich, wenn ein neuer Kleb- oder Dichtstoff möglichst schnell getestet werden muss", weiß Sörensson. "Auf eine komplette Materialversorgung mit Fasspumpe kann dann verzichtet werden." Diese "Rucksacklösung" ist für alle Dosiererarten von SCA erhältlich, die 80 oder 160 Milliliter fassen.

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