„Endlose“ Dichtapplikation – präzise und wirtschaftlich

Für sogenannte „endlose“ Dichtapplikationen, die nicht die High-End-Präzision eines Tandem-Dosierers erfordern, bringt SCA ein kompaktes Dosiersystem auf den Markt. Der Flow Pressure Meter FPM 6000 ist eine wirtschaftliche Lösung für den manuellen oder automatisierten Auftrag üblicher PVC-Materialien in Dicht- oder Beschichtungsprozessen.

Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Korrosion werden Bauteile typischerweise mit einem niederviskosen Material wie PVC beschichtet oder abgedichtet. Aufgrund der großen zu verarbeitenden Materialmengen wird hierfür in der Regel sogenannte Endlos-Dosiertechnik eingesetzt. Bislang bot das Portfolio der SCA Schucker GmbH & Co. KG, Bretten, dem Anwender die Wahl zwischen einer kostengünstigen Lösung mit einem Materialdruckregler oder einem hochpräzisen, leistungsstarken Tandem-Dosierer.

In dem Flow Pressure Meter FPM 6000, einem Druck-Fluss-Regler für Dosieranwendungen, steht ab sofort eine wirtschaftliche Alternative für den Auftrag üblicher PVC-Materialien zur Verfügung. „Der Anwender erhält ein robustes und kompaktes Dosiersystem, das sich sowohl für den einfachen manuellen Dichtstoffauftrag eignet als auch für automatisierte Endlosanwendungen“, beschreibt Produktmanager Daniel Sontag die Vorteile der Neuentwicklung. „Das Gesamtsystem bietet eine gute Genauigkeit zu einem attraktiven Preis verglichen mit üblichen High-End-Systemen am Markt.“ Damit sei es für all jene Anwender interessant, die einfache, endlose Dichtapplikationen an ihren Produkten durchführen wollten, aber nicht auf die hohe Präzision von Tandem-Dosierern angewiesen sind. „Das neue System lässt sich einfach an einen Hand-Applikator oder Roboter anschließen und über eine unserer bewährten Systemsteuerungen SYS 600 oder SYS 6000 bedienen“, ergänzt Sontag.

Niedrige Investitions- und Wartungskosten

Sowohl die Anschaffungs- als auch die Wartungskosten für den FPM 6000 liegen deutlich unter denen eines Tandem-Dosierers (ADKE-T), heißt es bei SCA. Darüber hinaus ist das Dosiersystem mit den Maßen 60 cm x 60 cm x 32 cm äußerst kompakt, was einen platzsparenden Einbau ermöglicht. Die Grundfläche des FPM 6000 beträgt mit 0,18 m2 nur etwas ein Achtel derer eines ADKE-T.

Typische Einsatzgebiete für den FPM 6000 im automobilen Lackierprozess oder in allgemeinen Industrieanwendungen umfassen Grobnahtabdichtungen und Unterbodenbeschichtungen. Der Auftrag kann durchflussgeregelt mit dem Flatstream-Verfahren erfolgen, das eine randscharfe Applikation ermöglicht (zur Nahtabdichtung), oder mit dem Airless-Verfahren (für den Unterbodenschutz), das druckgeregelt eine hauchdünne PVC-Beschichtung aufbringt.

Der FPM 6000 eignet sich für Volumenströme zwischen 10 und 100 Kubikzentimetern pro Sekunde, einen Materialdruck von 40 bis 200 bar sowie eine maximale Material­temperatur von 60 °C bei Umgebungstemperaturen zwischen 0 und 50 °C. Für den Betrieb des 27 bis 35 kg schweren Dosiersystems ist eine Steuerspannung von 24 Volt sowie gefilterte, ölfreie Druckluft mit einem Betriebsüberdruck von 6 bar erforderlich.

Flussgenauigkeit von ± 5 %

Eine Materialversorgung stellt das PVC mit einem Druck von bis zu 350 bar bereit. Im FPM 6000 wird der Druck auf einen Wert von maximal 200 bar begrenzt und egalisiert, das heißt Druckspitzen werden ausgeglichen. Danach durchläuft das Material eine Messzelle, die den aktuellen Durchfluss misst und die Messwerte über die sogenannte Multibox an die Systemsteuerung (SYS 600 oder SYS 6000) weiterleitet. Diese regelt daraufhin den Durchfluss über den Druckregler. „Am Materialausgang des FPM 6000 stellt sich somit ein kontinuierlicher Ausgangsfluss ein, der zuvor in der Steuerung definiert wurde“, erklärt Sontag. „Die Flussgenauigkeit liegt bei mindestens plus/minus fünf Prozent und reicht damit bereits für viele Anwendungen aus. So sehen das auch ein großer deutscher und ein amerikanischer Automobilhersteller, bei denen die Technik bereits erfolgreich in Serie eingesetzt wird.“

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