Einstiegslösung für manuellen Klebstoffauftrag

SCA stellt auf der Bondexpo ein Einstiegssystem für die manuelle Applikation von Kleb- und Dichtstoffen vor, das die Qualität steigert und den Ausschuss verringert. Der Klebstoff wird von einer Hochdruckpumpe zur Handpistole gefördert. Die Lösung ist kostengünstig, flexibel und eignet sich für kleine Stückzahlen.

Der Klebe- und Dosiertechnikspezialist SCA Schucker GmbH & Co. KG zeigt auf der Klebetechnik-Fachmesse Bondexpo, die vom 6. bis 9. Oktober in Stuttgart stattfindet, eine Station für den manuellen Auftrag von Kleb- und Dichtstoffen. Sie gestattet Anwendern einen ersten, flexiblen Einstieg in die Klebetechnik (Halle 7, Stand 7521). Der Klebstoff wird von einer der neuen LAB-Hochdruckpumpen-Stationen von SCA zu einer Handpistole des Typs HAK 400 gefördert. Die ausgestellte Station arbeitet mit einer 310-Milliliter-Kartusche; andere Modelle aus der LAB-Serie sind für 1000-Milliliter-Kartuschen und für 5-Liter-Fässer ausgelegt.

Der Hand-Applikator lässt sich an einem flexiblen Handling-Arm des Typs SML 80 aus dem Programm der Konzernschwester Atlas Copco Tools fixieren und so vom Bediener sehr leicht an einer Klebekante entlang führen. "Eine solche manuelle Station eignet sich zum Beispiel für einfache Klebe- und Abdichtprozesse oder als Back-up-Lösung für automatische Zellen", erläutert Oskar Sörensson, Geschäftsbereichsleiter General Industry bei SCA. "Der in drei Achsen bewegliche Handling-Arm erlaubt dem Werker eine ergonomische Führung der Klebepistole. Dadurch steigt auch die Qualität des Klebstoffauftrags, während die Anzahl an Ausschuss- oder nachzuarbeitenden Teilen sinkt."

Mit der Einstiegslösung könnten SCA-Kunden ihre Ergebnisse deutlich verbessern, ohne gleich ein robotergestütztes System einsetzen zu müssen, verspricht Sörensson. Denn gerade in den Branchen außerhalb der Automobilindustrie gebe es viele Einsatzbereiche und zahlreiche Gründe, auf automatische Anlagen zu verzichten. Das sind zum Beispiel die bessere Zugänglichkeit der manuell bedienten Systeme, höhere Flexibilität, geringere Stückzahlen oder die niedrigeren Investitionskosten.

LAB-Stationen für sparsamen Klebstoffverbrauch

Die Serie der LAB-Stationen wurde von SCA eigens für die Applikation kleinerer Mengen an Kleb- und Dichtstoffen entwickelt, wie sie bei Laboranwendungen oder für Kleinserien üblich sind. Dieser Markt wächst zusehends. Die neuen Stationen eignen sich - mit Steuerung und Dosierer - auch für automatisierte Anwendungen. Einsatzmöglichkeiten finden sich unter anderem im Agrarmaschinensektor, etwa beim Verkleben von Fahrzeugverkleidungen oder beim Abdichten von Maschinenteilen. Auch für Testreihen mit neuen Materialien oder Verfahren vor dem Beginn einer Serienfertigung eignen sich die Systeme, etwa für den Prototypenbau bei Automobilherstellern. Der Vorteil liegt auf der Hand: Anwender brauchen ihre großen Systeme für den Test neuer Materialien oder neuer Bauteile nicht zu kontaminieren.

"Bei Anwendungen mit geringen Auftragsvolumina wurde bisher häufig Material verschwendet", führt Oskar Sörensson aus. "Denn für Tests oder Kleinserien setzten viele Betriebe oft große Fasspumpen mit Kleb- oder Dichtstoffen ein, obwohl sie nur kleine Mengen verarbeiten mussten." Ein nicht unerheblicher Teil des Materials sei dann anschließend häufig entsorgt worden, weil die Haltbarkeit mit der Zeit überschritten war. Die LAB-Stationen machen Schluss mit dieser Notwendigkeit: Mit den neuen Systemen wird die Verschwendung eingedämmt, wodurch die Materialkosten deutlich sinken.

Die LAB-Stationen fördern das Material mit Drücken von bis zu 280 bar und eignen sich damit für zahlreiche Anwendungen. Durch den hohen Druck ergibt sich als großer Vorteil auch die Möglichkeit, Kleb- und Dichtstoffe mit höheren Viskosität aus Kartuschen zu verarbeiten.

Gefördert wird das Material von der Unterpumpe UP 10. Diese arbeitet nach dem Prinzip einer Schöpfkolbenpumpe und wirkt im Vor- und Rückhub. Die Durchflussrate beträgt bei diesen Systemen viskositätsabhängig bis zu 10 cm3 pro Doppelhub. Die Stationen sind modular aufgebaut, so dass Anwender ganz einfach von kleineren Kartuschen auf größere Gebinde wechseln können, wenn sie größere Volumina verarbeiten müssen.

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